"Wir ertrinken in Informationen, aber uns dürstet nach Wissen." — John Naisbitt
Kaum eine Webseite hält die W3C Standards ein. Soll man das als erschreckend bewerten oder ist es einfach nur egal?
Der Mitte Oktober 2008 veröffentlichte Markup Valdidation Report von Opera belegt, dass nicht mal 20 Prozent aller Webseiten standardkonform sind (http://dev.opera.com/articles/view/mama-markup-validation-report/).
Das liegt aber nicht daran, dass zu viele Hobby-Webmaster einen sonst guten Durchschnitt kaputt machen. Leider kommt es auch in den besten Kreisen, also auf Top-Webseiten, vor. Besonders fällt aber auch auf, dass unsauberer Code sogar in den bekanntesten Content-Management-Systemen zu finden ist. Verhalten sich also Webmaster wie die meisten Autofahrer - alle sehen die Schilder, aber kaum einer hält sich dran? Selbst bei der bekannstesten Suchmaschine (Google) sieht man das laut Matt Cutts zur Zeit eher pragmatisch. Deshalb hat Standardkonformität (oder deren Nicht-Berücksichtigung) keine Folgen für das Ranking der Webseite.
Wenn auch noch den Entwicklern von Browsern selbst in der sechsten oder siebten Versions- Generation die WAI Standards weitgehend sind, warum sollen sich Webseiten-Entwickler und Programmierer dann Mühe geben? Denn die oft bemühten Vorteile wie Cross-Plattform- Kompatibilität oder Accessibility (Zugänglichkeit) sind derzeit leider immer noch eher theoretischer Natur. Dazu kommt auch noch, dass es, wenn es um die Kompatibilität geht, immer noch nötig ist, auf diverse Hacks zurück zu greifen. Die Standards allein helfen da immer noch nicht bei allen Anforderungen.
Es gibt jedoch viele gute Gründe, sich dennoch an die W3C Regeln zu halten. Sie sind eine Investition in die Zukunft! Das mag vielleicht ein wenig Spekulation sein, doch die Standards werden sich mittel- und langfristig durchsetzen. Und dann sind sie eines schönen guten Tages nicht mehr wegzudenken. Da reicht es z.B. schon, wenn die Suchmaschinenbetreiber das in ihren Ranking-Algorithmen honorieren. Wer dann seit eh und je schlechten Code programmiert hat, sitzt dann ganz schön in der Tinte.
Fazit: es lohnt sich doch, jetzt bereits strikt standardkonforme Webseiten zu produzieren.